Ausheben & aufbauen

Offene Bauweise

In verschiedenen U4-Streckenabschnitten wird in offener Bauweise gearbeitet: zum Beispiel bei den Notausstiegen entlang der Strecke und auf dem Anleger Jungfernstieg sowie zwischen den neuen Haltestellen Überseequartier und HafenCity Universität. Wie diese Baustellen für die Tunnelarbeiten vorbereitet werden müssen, ist dabei von der jeweiligen Bodenbeschaffenheit abhängig. Entlang der Strecke der U4 kommen dabei zwei verschiedene Bautechniken zum Einsatz: Schlitzwände und Spundwände.

Schlitzwandverfahren

Schlitzwände benutzt man, wenn die Bodenschichten erst in großer Tiefe eine feste Gründung zulassen. In der HafenCity zum Beispiel muss man die Erde an verschiedenen Stellen bis zu 45 Metern ausheben, bevor man durchgängig feste Schichten erreicht.

Spundwandverfahren

Spundwände werden vor allem verwendet, um eine Baustelle vor Wassereintritt – Grundwasser, Fluss- oder Meerwasser –  zu schützen. Sie werden auch eingesetzt, um Baustellen im Wasser zu errichten, wie zum Beispiel bei der Querung des Magdeburger Hafens: Spundwände werden hier von Ufer zu Ufer in den Boden gerammt, um das Hafenwasser abzusperren und die Baustelle „im Trockenen“ anzulegen.

Bau der U4-Haltestellen

Erfahren Sie hier, wie die Haltestellen Überseequartier und HafenCity Universität entstehen.

 

 

Gestern und heute

Vor gut hundert Jahren wurde Hamburgs erste U-Bahn gebaut: in Handarbeit und - so weit es ging - in offener Bauweise.