Ausheben & aufbauen

Das Spundwandverfahren

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Tausende erkundeten die U4-Haltestelle Überseequartier

Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel gingen am 18. April rund 7 000 Besucher auf einen Streifzug durch die HafenCity. Den „Tag der Großbaustellen“, den die HOCHBAHN gemeinsam mit HafenCity Hamburg, der Elbphilharmonie und dem Überseequartier veranstaltete, nutzten viele Besucher, um einen einmaligen Blick hinter die Kulissen der großen Bauprojekte des neuen Hamburger Stadtteils zu werfen.

Ein Highlight war die U4-Haltestelle Überseequartier: Rund 5 000 Besucher ließen sich von den Bauexperten der HOCHBAHN durch den imposanten Rohbau führen und informierten sich über Hintergründe und Herausforderungen des U4-Bauprojektes. Eine echte Premiere, denn an diesem Tag öffnete die Haltestelle erstmals ihre Pforten für die Hamburgerinnen und Hamburger.

Weitere Infos

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Tausende erkundeten die U4-Haltestelle Überseequartier

Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel gingen am 18. April rund 7 000 Besucher auf einen Streifzug durch die HafenCity. Den „Tag der Großbaustellen“, den die HOCHBAHN gemeinsam mit HafenCity Hamburg, der Elbphilharmonie und dem Überseequartier veranstaltete, nutzten viele Besucher, um einen einmaligen Blick hinter die Kulissen der großen Bauprojekte des neuen Hamburger Stadtteils zu werfen.

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Stahl-Spundwände bestehen aus Stahlprofil-Bauteilen, die miteinander lückenlos verbunden sind. Sie werden im Hafen- und Wasserbau, als Baugrubenumschließungen und als Stützwände im Erdbau eingesetzt. Sie gelten, wenn sie einwandfrei verarbeitet sind, als nahezu wasserdicht und eignen sich sehr gut, um trockene Baugruben in Gewässern zu errichten.

Bau der Spundwände in der HafenCity

Spundwände kommen beim Bau der U4 vor allem in der HafenCity zum Einsatz. Der U-Bahn-Tunnel zwischen Überseequartier und der HafenCity Universität wird in einer offenen Baugrube quer durch den Magdeburger Hafen gelegt.

Bau der Spundwände im Madgeburger Hafen

Und so funktioniert die Stahlprofil-Bauweise: Zunächst werden die Einzelprofile mit so genannten Vibrations- oder Rammbären durch den Magdeburger Hafen von Ufer zu Ufer in die Hafensohle gerüttelt oder gerammt. Jedes Stahlprofil wird durch das Schloss des nächsten getrieben, so dass ein dichter Verbund, die Spundwand, entsteht. Haben beide Spundwände das gegenüberliegende Ufer erreicht, ist die Querung abgeschlossen. Der Magdeburger Hafen ist während der Bauarbeiten nicht mehr für Schiffe passierbar.

 

 

In der Baugrubenumfassung steht jetzt das Hafenwasser. Weil die Spundwände zur Sicherung abgestützt werden müssen, montieren Taucher eine so genannte Aussteifung (Abstützung) zwischen den Wänden unter der Wasseroberfläche. Nun kann der Boden bis zur benötigten Tiefe ausgebaggert werden. Damit die spätere Unterwasserbetonsohle nicht aufschwimmt, wird sie fest im Boden verankert. Dafür werden unter Wasser bis zu 30 Meter lange Stahlanker in speziell angelegten Bohrlöchern eingebaut. Während der Herstellung werden die Verankerungen fortlaufend auf Qualität und Tragfähigkeit geprüft. Mit Hilfe von Tauchern werden die Ankerköpfe mit eingebunden, wenn die Baugrubensohle unter Wasser betoniert wird. Die Baugrubenwände sind mit zwei Steifenlagen und der Unterwasserbetonsohle gesichert. Erst jetzt wird das Wasser abgepumpt. Das Ergebnis ist eine trockene, stabile Baugrube, die bestens für den Einbau des Tunnels vorbereitet ist.

Wenn die Tunnelröhre fertig gestellt und die Baugrube bis zur Hafensohle wieder aufgefüllt ist, gehen die Taucher noch einmal ans Werk: Sie müssen die Spundwände so tief „abbrennen“, dass die Schiffe den Magdeburger Hafen wieder nutzen können. Danach wird der Tunnel auf beiden Seiten des Magdeburger Hafens mit den bereits bestehenden Streckenabschnitten der U4 verbunden.