Bauverfahren U4

Bentonit

 

Bentonit besteht aus verschiedenen Tonmineralien. Es wurde nach seinem ersten Fundort Fort Benton in Wyoming (USA) benannt und entsteht bei der Verwitterung von Vulkanasche. Es enthält neben Quarz, Feldspat und Glimmer zu 60 bis 80 Prozent Montmorillonit, das seine Eigenschaften wesentlich bestimmt.  

 

Bentonit ist ein sehr wasseraufnahmefähiges und quellfähiges Tonmineral, als Bentonit-Suspension zeigt es thixotropes Verhalten: Schüttelt man es in einem Glas, reagiert es wie eine Flüssigkeit, es fließt. Lässt man das Bentonit einen Moment zur Ruhe kommen, kann man das Glas umdrehen, und nichts wird herauslaufen: Im Ruhezustand bleibt es fest.   Wegen dieser Eigenschaften kommt Bentonit in vielen Bereichen zum Einsatz. In der Bautechnik beispielsweise als Stützflüssigkeit im Schildvortrieb und bei der Herstellung von Schlitzwänden, die auch beim Bau der U4 in der HafenCity verwendet werden. Hier verhindert sein spezifisches Gewicht außerdem, dass Grundwasser in den Schlitz eindringt. Wenn das Bentonit seine Funktion als Stützflüssigkeit erfüllt hat und aus dem Schlitz wieder abgepumpt worden ist, wird es auf der U4-Baustelle in der HafenCity  in Zentrifugen von Erdresten getrennt, in Silos aufbereitet und wieder verwendet.   In der Landwirtschaft wird es häufig zur Bodenverbesserung eingesetzt, weil es Wasser und Nährstoffe bindet. Weinen und Fruchtsäften wird Bentonit als Klär- und Fällmittel zugefügt. Verwendung findet es auch als Katzenstreu – wegen seiner Quellfähigkeit. Als Heilerde hat es für den Menschen entgiftende Wirkung. Salben, Keramik, Spezialpapier – die Einsatzmöglichkeiten von Bentonit sind vielfältig.

Sie haben noch weitere Fragen zur U4-Verlängerung? Hier finden sie alle Antworten.

 

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