Bauverfahren U4

Rohbau Haltestellen

 

„Nächster Halt – Überseequartier“ heißt es ab September 2012. Bis es soweit ist, haben viele Bau-Spezialisten an den beiden neuen U4-Haltestellen „Überseequartier“ und „HafenCity Universität“ alle Hände voll zu tun.  

 

 

Die Bauphasen   Das Grundprinzip lautet: Die Spezialtiefbauer errichten zunächst Schlitzwände, zwischen denen später die Baugrube ausgehoben wird. Sie umschließen die Baugrube wie ein schützender Wall und sichern sie im Erdreich.  

 

 

In der zweiten Phase beginnen die Betonbauer mit dem Rohbau: Jetzt entstehen Sohle, Wände, Treppen, Decken für die Bahnsteigebene, die Treppenaufgänge und die Schalterhallen. Dann folgen der Gleisbau in der dritten, der Innenausbau der Haltestellen und die technischen Ausrüstungen in der vierten Bauphase.   Haltestelle Überseequartier   Die Baugrube für die Haltestelle Überseequartier ist bereits hergestellt. Sie ist 250 Meter lang, 20 Meter breit und 20 Meter tief. Der gesamte Aushub beträgt stolze 100 000 Kubikmeter! Drei schwere Steifenlagen aus Beton und Stahl waren erforderlich, damit die Wände der Baugrube dem gewaltigen Erd- und Wasserdruck standhalten.  

 

 

Die Haltestelle wächst von unten: Zunächst wurde eine 1,60 Meter dicke Sohle aus Stahlbeton in unterschiedlich großen Abschnitten hergestellt: Sie sind immer 20 Meter breit, aber ihre Länge variiert. Wenn die Sohle ausreichend fest ist, übernimmt sie die Funktion der unteren Steifenlage. Und die wird dann schrittweise entfernt.  

 

 

Danach werden die Seitenwände bis zur Unterkante der Decke mit Stahl bewehrt und betoniert. Zum Schluss kommt die zwei Meter starke Decke in einzelnen Blöcken obendrauf. Im Dezember 2008 ist der Rohbau fertig, und ab Mitte 2009 folgt der weitere Ausbau in der Haltestelle: Gleisbau, Innenausbau und technische Ausrüstung finden dann nur noch unterirdisch statt. Im November 2011 ist die Haltestelle Überseequartier „betriebsbereit“.   Am westlichen Ende der Haltestelle Überseequartier liegt übrigens der Startschacht des Tunnelbohrers: Hier wird er zusammengebaut und im Frühsommer 2008 seine erste Fahrt mit der stadteinwärts führenden Röhre unter Hamburgs Innenstadt hindurch beginnen. Die zweite fahrt startet im Sommer 2009.  

 

 

125 Meter lang ist der Bahnsteig der Haltestelle Überseequartier. Die Höhe von acht Metern zur Decke sorgt für ein großzügiges Raumprofil. Eine Fahrtreppe am östlichen Ende der Haltestelle führt zu einer Zwischenebene: Von hier lässt sich der ganze Bahnsteig überblicken, weder Kioske noch Pfeiler versperren die Sicht. Freier Blick und eine hohe Decke vermitteln dabei einen weiten und freundlichen Eindruck. Mit einer weiteren Fahrtreppe erreicht man die nächste Ebene, die so genannte Schalterhalle Ost. Von hier führt eine Fahrtreppe direkt zum Ausgang am Magdeburger Hafen. Etwa in der Mitte des Bahnsteigs gibt es einen Fahrstuhl für den barrierefreien Zugang.   Am Westkopf des Bahnsteigs gelangt man über die Fahrtreppe zunächst zur Schalterhalle West und von hier über die nächsten Fahrtreppen zu den zwei Ausgängen im Grasbrookpark und im Zentrum des Überseequartiers.   Haltestelle HafenCity Universität   Die Bauarbeiten an der vorläufigen Endhaltestelle HafenCity Universität verlaufen ähnlich wie die am Überseequartier, sie beginnen nur etwas später. Auch hier setzen die Spezialtiefbauer Schlitzwände ein. Zusätzlich müssen Taucher die Betonsohle gegen ein Aufschwimmen im Erdreich verankern. Von April bis November 2009 dauert der Rohbau. Wie bei der Haltestelle Überseequartier ist der komplette Innenausbau im November 2011 abgeschlossen.  

 

 

Die zwei westlichen Zugänge zur Haltestelle HafenCity Universität liegen direkt im Lohsepark und die zwei östlichen an der Versmannstraße. Über Fahrtreppen und eine Zwischenebene erreicht man von beiden Seiten den Bahnsteig. Ein Fahrstuhl, der für einen barrierefreien Zugang sorgt, befindet sich ganz in der Nähe der Eingänge im Lohsepark.

Sie haben noch weitere Fragen zur U4-Verlängerung? Hier finden sie alle Antworten.

 

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