Häufige Fragen

Antworten auf häufig gestellte Fragen

 Klicken Sie einfach auf die jeweilige Frage, die Sie interessiert:

Warum wird die U4 gebaut?

In erster Linie ist der Neubau und die Entwicklung der HafenCity Anlass für den Bau der U4. Die HafenCity Hamburg ist Europas größtes Stadtentwicklungsprojekt. Südlich an die Innenstadt angrenzend werden ca. 155 Hektar (inkl. Wasserflächen) zu einem der attraktivsten Wohn- und Geschäftsviertel sowie zum Freizeitquartier umgestaltet. Auf ca. 100 Hektar Fläche entstehen Wohnungen für 12 000 und Büros für weitere 40 000 Menschen – ein neues Stadtviertel mit einer Mischung aus Wohnen, Kultur, Freizeit, Tourismus, Handel und Gewerbe. Die Lage am Wasser bietet die Chance zur Entwicklung eines lebendigen und unverwechselbar maritimen Milieus.

Wie viele Fahrgäste werden täglich die neue Linie benutzen?

Alle Hamburgerinnen und Hamburger sowie die Gäste dieser Stadt werden von der neuen U-Bahn-Linie profitieren. Denn die U4 verbindet die HafenCity mit der Innenstadt und dem Hauptbahnhof sowie über die anderen Schnellbahnlinien mit der gesamten Metropolregion. Auch das neue Kreuzfahrtterminal wird per U-Bahn erreichbar sein, so dass in Zukunft zum Beispiel bei spektakulären Schiffsbesuchen (z.B. der Queen Mary 2) viele Menschen bequem und schnell ihr Ziel erreichen können. Insgesamt rechnet die HOCHBAHN für die neue U4 nach dem Endausbau der HafenCity mit einem täglichen Fahrgastaufkommen von rund 35 000 Personen. Für die neue Haltestelle Überseequartier in der HafenCity werden allein täglich 23 000 Fahrgäste erwartet. Mit dem geplanten Sprung über die Elbe dürften die Fahrgastzahlen nochmals stark ansteigen.

Wer hat die Entscheidung für den Bau der U4 getroffen?

Am 7. Januar 2003 hat der Senat den formalen Beschluss gefasst, die neu entstehende HafenCity mit einer U-Bahn zu erschließen und an die Hamburger Innenstadt anzubinden.

Der Beschluss basiert auf einer Machbarkeitsstudie durch das Amt für Verkehr der BSU. In dieser Machbarkeitsstudie wurde die Anbindung durch verschiedene Verkehrssysteme untersucht: S-Bahn, U-Bahn, Schwebebahn, Magnetbahn, Bus. Die Voruntersuchung kam zu dem eindeutigen Ergebnis, dass eine U-Bahn am vorteilhaftesten ist.

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat sich aufgrund dieser Vorteile nach ausführlicher Prüfung aller in Frage kommenden Verkehrssysteme zum Anschluss der HafenCity an den ÖPNV und die Anbindung an die Innenstadt für den Bau der U-Bahn-Linie U4 entschieden.

Dieser Beschluss wurde am 17. Juni 2003 vom Senat bestätigt.

Weshalb ist die Variante Jungfernstieg ausgewählt worden?

Betrieblich bietet die Variante Jungfernstieg insbesondere bei Veranstaltungen eine deutlich höhere Leistungsfähigkeit als die Variante Rathaus. Bei Großveranstaltungen beispielsweise am gesamten Hafenrand kann die große Anzahl an Fahrgästen über die U3 und die U4 befördert werden, ohne dass sich die beiden Linien gegenseitig beeinträchtigen, wie es bei einer Ausfädelung an der Haltestelle Rathaus der Fall gewesen wäre.

Die Variante Ausfädelung aus der Haltestelle U2 Jungfernstieg weist eine hohe verkehrliche Qualität auf. Im Hinblick auf die technische, wirtschaftliche und verkehrliche Bewertung ist sie besonders vorteilhaft. Sie wurde deshalb als Vorzugsvariante vorgeschlagen.

Der Senat ist dem Vorschlag „Ausfädelung Jungfernstieg“ am 14. Dezember 2004 gefolgt. Die offizielle Information erfolgte im März 2005 im Stadtentwicklungsausschuss und mit der Bürgerschaftsdrucksache vom 8. November 2005.

Die U4 – weshalb keine oberirdische Trasse?

In einem aufwendigen Verfahren hat die HOCHBAHN im Jahr 2004 insgesamt 34 verschiedene Varianten für die Trasse der Linie U4 in die neue HafenCity analysiert und bewertet, darunter sechs oberirdische. Ende 2004 fiel die Entscheidung für die unterirdische Anbindung der HafenCity an die Innenstadt (Ausfädelung Jungfernstieg) durch die Freie und Hansestadt Hamburg. Ende 2006 erfolgte der Planfeststellungsbeschluss.

Dennoch gibt es vereinzelt immer wieder Stimmen, die es bedauern, dass keine oberirdische Trasse gewählt wurde. Hierdurch bekäme Hamburg doch eine neue attraktive „Stelzenbahn“ – vergleichbar mit der beliebten U3 zwischen Landungsbrücken und Rödingsmarkt. Was waren und sind die ausschlaggebenden Gründe gegen eine oberirdische Trasse in die HafenCity?

Die „Schokoladenstrecke“ zwischen Landungsbrücken und Rödingsmarkt ist einmalig – und leider nicht wiederholbar. Zum einen würde eine oberirdische Trasse, die zwischen Rödingsmarkt und Kajen aus der bestehenden Linie U3 ausfädeln müsste, in Höhe Kajen ein riesiges Überwerfungsbauwerk erfordern. Der Grund: Zwei U-Bahn-Linien dürfen sich nicht kreuzen, sie müssten sich unter- bzw. überfahren. Die Konsequenz wäre also ein Bauwerk von der doppelten Höhe der jetzigen U-Bahn-Trasse in Höhe Rödingsmarkt/Kajen – direkt am maritimen Sportboothafen. Die U-Bahn müsste für die Ausfädelung auf mindestens drei Gleise erweitert werden und dementsprechend noch näher an die Häuser heranrücken. Aufgrund der maximal zulässigen Steigung von 5 % für U-Bahn-Strecken würde dies gleichzeitig den Abbruch der traditionsreichen und den Neubau einer dreigleisigen Haltestelle bedeuten.

Bei der Umfahrung des Kaispeicher A (künftige Elbphilharmonie) müsste direkt an der Elbe eine Stelzenbahn aus Sicherheitsgründen mit einem Schiffsanprallschutz versehen werden. Die Folge: Etwa 50 massive Stahlpfähle würden in den Grund gerammt werden und vor der HafenCity etwa 10 Meter hoch aus dem Wasser ragen – zu einem Stückpreis von etwa 350 000 Euro. Gleichzeitig wäre mit diesem Eingriff eine massive Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs verbunden: die Schiffe könnten diese Stelle nur noch „einspurig“ passieren.

Eine oberirdische Trasse, die durch die HafenCity führen würde, könnte mit weniger Stahlpfählen auskommen, würde aber einen Teilabriss des Hanseatic-Trade-Centers und – weder technisch noch statisch darstellbar – Klappbrücken für die U-Bahn über den Sandtorhafen und den Grasbrookhafen erfordern. Die Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs würde grundsätzlich auch bei dieser Lösung bestehen bleiben.

Neben diesen Argumenten darf auch die verkehrliche Bedeutung der Linie U4 nicht übersehen werden. Schon heute gibt es trotz engster Taktung der Linie U3 bei Großveranstaltungen im Hafenbereich gravierende Kapazitätsengpässe, da die Bahnsteige auf der historischen  Ringlinie nur 90 Meter lang sind und somit nur Kurzzüge auf der U3 verkehren können. Eine Ausfädelung am Rödingsmarkt würde diesen Engpass zur Innenstadt nicht lösen, sondern deutlich verstärken, da sich in diesem Fall die U4 und die U3 ab Rödingsmarkt die Strecke teilen müssten. Die jetzt gewählte Lösung für die von der U3 unabhängigen U4 schafft zusätzliche Kapazitäten – auch bei Großveranstaltungen, die künftig in Hamburg eher zu- als abnehmen dürften.

Könnten aber möglicherweise geringere Baukosten für eine oberirdische Lösung der U4 sprechen? Nach Planungsrechnungen unabhängiger Büros würden allein die Baukosten der oberirdischen Trasse etwa 20 % über denen der jetzt gewählten Lösung (298 Millionen Euro) liegen. Zusätzlich würde eine oberirdische Lösung hohe Aufwendungen für Lärmschutzmaßnahmen sowie Entschädigungskosten bzw. Kaufpreisminderungen für die angrenzenden Immobilien in Millionenhöhe verursachen.

Fazit: Nur auf den ersten, oberflächlichen Blick ist eine oberirdische Lösung attraktiv. Städtebauliche, verkehrliche und wirtschaftliche Gründe sprechen eindeutig für die jetzt verabschiedete Lösung einer direkten, unterirdischen und leistungsfähigen Anbindung der HafenCity an die Innenstadt.

Wie lang ist die gesamte Strecke?

Ca. 4000 Meter

Wie lang ist die Strecke, die unter den Hafenbecken verläuft?

800 Meter inkl. Unterquerung Kehrwieder, Sandtorkai, Dalmannkai

Wie ist der genaue Streckenverlauf?

Die U4 fädelt unterirdisch aus der U2 an der Haltestelle Jungfernstieg aus und schwenkt dann nach Süden. Sie führt unter den Straßen Jungfernstieg, Gerhofstraße, ABC Straße, Kaiser-Wilhelm-Straße, Wexstraße, dem Alsterfleet zum Binnenhafen, Sandtorhafen, Grasbrookhafen bis zum Überseequartier und weiter in die Versmannstraße. In der HafenCity entstehen zwei Haltestellen: Überseequartier und HafenCity Universität.

Wie viele Haltestellen wird es geben?

In der HafenCity entstehen zwei neue Haltestellen: Überseequartier und HafenCity Universität.

Warum gibt es keine Haltestelle an der Elbphilharmonie?

Eine Haltestelle an der Elbphilharmonie ist nicht vorgesehen. Die Erreichbarkeit der Philharmonie und der angrenzenden Bereiche wird über die vorhandene Haltestelle Baumwall (U3) und die zukünftige Haltestelle Überseequartier (U4) sichergestellt. Das zusätzliche Fahrgastaufkommen aus der Elbphilharmonie und den damit verbundenen Nutzungen wird auf nur ca. 400 Fahrgäste pro Tag geschätzt. Die mit einem Bau verbundenen Schwierigkeiten (Bauzeitverlängerung um ca. zwei Jahre; hohe Kosten durch die große Tiefenlage der Haltestelle von ca. 35 m und der gar nicht attraktive Höhenunterschied) und das geringe Fahrgastaufkommen rechtfertigen eine Haltestelle an der Philharmonie nicht.

Werden die freien Bahnsteige neben den Gleisen der U2 in der Haltestelle Jungfernstieg genutzt?

Ja. Zukünftig wird Hamburgs U-Bahn-Linie U4 vom Jungfernstieg aus den Gleisen der U2 in die HafenCity ausfädeln und auch wieder aus der HafenCity kommend in das bestehende U-Bahn-Netz zurückfahren. Die U4 fährt zwischen den Haltestellen HafenCity Universität und Billstedt.

Wie lang ist die Fahrzeit vom Jungfernstieg ins Überseequartier? In welchem Takt wird die U-Bahn verkehren?

Die Fahrzeit zwischen Jungfernstieg und Überseequartier beträgt drei Minuten, von der Haltestelle Überseequartier bis zur Haltestelle HafenCity Universität eine Minute. Zunächst wird die U4 von Billstedt aus im 10-Minuten-Takt über die Knotenpunkte Berliner Tor, Hauptbahnhof und Jungfernstieg in die HafenCity fahren. Eine Taktverdichtung erfolgt in Abhängigkeit von der Nachfrage. Die Ausrüstung der Naubaustrecke gestattet, beispielsweise bei Großveranstaltungen, bereits ab 2011 einen 2,5-Minuten-Takt mit 8-Wagenzügen.

Wie viele Notausstiege wird es geben?

Zwischen den Haltestellen Jungfernstieg und Überseequartier sind im Abstand von jeweils maximal 600 Metern vier Notausstiege vorgesehen: Alter Steinweg, ABC-Straße, Alsterfleet, Dalmannkai. Somit ist sichergestellt, dass der maximale Weg zum nächsten Ausstieg nicht mehr als 300 Meter beträgt.

In wie vielen Metern Tiefe wird die Strecke verlaufen?

Die Strecke der U4 hat keine konstante Tiefe. Sie wird zwischen 20 und 40 Metern unter der Oberfläche verlaufen. Die Haltestellen liegen in etwa 18 Meter (Jungfernstieg), 19,5 Meter (Überseequartier) bzw. etwa 16,5 Meter (HafenCity Universität) Tiefe.

Wo werden die neuen Haltestellen entstehen?

Der westliche Ausgang der Haltestelle Überseequartier im Graasbrookpark erschließt einen großen Teil der HafenCity (in Richtung Elbphilharmonie). Der Ostkopf der Haltestelle liegt innerhalb des Überseequartiers

Die Haltestelle HafenCity Universität liegt direkt östlich des Lohseparks im Verlauf der Versmannstraße. Zwei Zugänge führen direkt in den Lohsepark, zwei weitere Zugänge flankieren die Versmannstraße.

Mit welcher technischen Baulösung wird die U4 gebaut?

Die U4 wird vollständig unterirdisch verlaufen. Beim Bau wird es lediglich in der noch in Bau befindlichen HafenCity und am Anleger Jungfernstieg offene Baugruben geben. Hinzu kommen die Baustellen für die Notausstiege.

Wo werden die Bauarbeiten stattfinden?

Der Bau der U4 ist in drei sogenannte Abschnitte eingeteilt. Der erste Abschnitt umfasst den Bereich am Anleger Jungfernstieg, Abschnitt 2 ist der Streckenverlauf vom Jungfernstieg in die HafenCity, in der HafenCity liegt der Abschnitt 3. Bevor der eigentliche Tunnel für die U4 gebaut wird, müssen die Baufelder und die Baustelleneinrichtungsflächen hergerichtet werden. Der Tunnel im Bereich des Abschnittes 2 wird im Schildvortriebsverfahren gebaut. Start für die Schildvortriebsmaschine ist in der HafenCity. Der Zielschacht liegt am Anleger Jungfernstieg. Dadurch ist sichergestellt, dass der Erdaushub über die noch im Bau befindliche HafenCity abtransportiert werden kann.

Was wird gegen die Erschütterungen aus dem Tunnelbau sowie dem späteren U-Bahn-Betrieb unternommen?

Bei der Unterfahrung von Gebäuden befindet sich die U4 in großer Tiefe. Somit werden die vorgegebenen gesetzlichen Richtwerte eingehalten. Die HOCHBAHN hat im Planungsprozess schall- und erschütterungstechnische Gutachten durch unabhängige Experten durchführen lassen, die die Einhaltung der Werte auch im späteren Betrieb prognostizieren.

Wie wird mein Haus gegen Risse oder Senkungen durch die Tunnelbauarbeiten geschützt?

Nach aktuellem Planungsstand gehen wir nicht von nennenswerten Setzungen aus. Die Abstände der Tunnel zu den unterfahrenen Gebäuden sind sehr groß. Die U4 wird im vollständig bebauten Innenstadtbereich im Schildvortriebsverfahren gebaut, welches ein anerkannt sicheres und setzungsarmes Verfahren ist. Die HOCHBAHN führt darüber hinaus ein Beweissicherungsverfahren im gesamten Einflussbereich der Baumaßnahme durch. Vor Beginn der Bautätigkeiten wird der Zustand der an der Strecke befindlichen Gebäude und Anlagen aufgenommen. Sollten nach Abschluss der Baumaßnahmen Schäden angemeldet werden, wird eine Begutachtung durchgeführt, um etwaige baubedingte Schäden oder Veränderungen festzustellen.

Mit welchen Verkehrsbehinderungen und Beeinträchtigungen ist während der Bauzeit im ÖPNV zu rechnen?

U-Bahn
Im Rahmen des Haltestellenumbaus Jungfernstieg muss der Betrieb der Linie U2 unterbrochen werden. Dazu wird der Streckenabschnitt Gänsemarkt–Berliner Tor für 6 Monate gesperrt. Hierzu wird ein umfangreicher Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Außerdem verkehren zwischen Gänsemarkt und Hauptbahnhof die Buslinien 4, 5 und 109.

Die Fahrgäste können darüber hinaus an den Haltestellen Schlump und Berliner Tor auf die U3 und an der Haltestelle Lübecker Straße auf die U1 ausweichen. Auf beiden U-Bahn-Linien werden bei Bedarf zusätzliche Züge eingesetzt.

Busverkehr
Im Busverkehr wird es keine Beeinträchtigungen geben. Der Busverkehr in der HafenCity wird bis zur Inbetriebnahme der U-Bahn schrittweise an die städtebauliche Entwicklung angepasst.

Mit welchen Verkehrsbehinderungen und Beeinträchtigungen ist während der Bauzeit im Schiffsverkehr zu rechnen?

Hafenrundfahrten
Durch die vorübergehende Sperrung des Magdeburger Hafens muss der Hafenrundfahrtbetrieb umgeleitet werden.

Alsterschifffahrt
Die Schiffe der ATG am Alsteranleger werden während der Bauzeit über einen provisorischen Anleger erreichbar sein. Dieses Verfahren wurde bereits bei der Neugestaltung des Jungfernstiegs angewendet. Während der Bauphase werden Pontons östlich der Baustelle liegen. Dort ist der Zugang für die Passagiere.

Wird der Individualverkehr durch die Baumaßnahmen beeinträchtigt?

Durch die unterirdische Trassenführung der U4 ist nach ihrer Fertigstellung der Eingriff in die Verkehrsflächen minimal. Während der Bauzeit sind kleinere Beeinträchtigungen für den Verkehr leider unumgänglich. Aufgrund des Bauverfahrens sind diese aber auf ein Mindestmaß reduziert.

Bereich Jungfernstieg: Einen baulichen Eingriff mit Einschränkungen für den Straßenverkehr wird es nicht geben. Die Baustelle wird sich auf den Alsteranleger und auf die Alster selbst beschränken. Der wasserseitige Geh- und Radweg wird während der gesamten Bauphase nutzbar bleiben.

Bereich der Strecke: Nur für die Zeit des Baus der Notausstiege ist mit kleineren Behinderungen im Straßen- und im Gehwegbereich zu rechnen.

HafenCity: Die Ein- und Ausgangsbereiche der neuen Haltestellen sind detailliert mit der HafenCity Hamburg GmbH abgestimmt und entsprechend bei weiteren Planungen berücksichtigt. Für die Bauzeit ist mit temporären Sperrungen und Verlegungen von Straßen zu rechnen.

Stadtrundfahrt- und Touristenbusse sowie Taxen sind durch die Baumaßnahmen nicht betroffen.

Mit welchen Beeinträchtigungen ist am Jungfernstieg zu rechnen?

Für den Anschluss an das Hamburger Schnellbahnsystem ist lediglich auf dem Anleger Jungfernstieg eine offene Baugrube erforderlich. Die Baustelleneinrichtung liegt zu einem Drittel in der Alster, zu zwei Drittel auf dem Alsteranleger. Die nötige Fläche in der Alster wird durch die Aufschüttung eines sogenannten Fangedamms gewonnen. Durch die Bautätigkeit kann es am Jungfernstieg zu Beeinträchtigungen durch Baulärm kommen. Die HOCHBAHN wird aber dafür sorgen, dass technisch hochwertige Baugeräte eingesetzt werden, damit die Belästigung so gering wie möglich ausfallen wird. Anlieger sind von den Baumaßnahmen nicht unmittelbar betroffen. Der Bauzaun wird so ausgerichtet, dass der wasserseitige Geh- und Radweg während der gesamten Bauphase nutzbar bleiben wird.

Nach jetzigem Planungsstand wird der überwiegende Teil des Anlegers Jungfernstieg im Frühjahr 2011 den Hamburgern wieder zur Verfügung stehen.

Welche Maßnahmen werden getroffen, um die Auswirkungen der Baustelle am Anleger Jungfernstieg möglichst gering zu halten?

Zum einen wird der unvermeidliche Baulärm durch den Einsatz modernster Bautechniken minimiert. Der Abtransport des Erdreichs kann durch das Schildvortriebsverfahren durch den Endpunkt in der HafenCity erfolgen. Ein Teil der notwendigen Transporte von und zum Jungfernstieg erfolgt über das Wasser mit Schuten. Die Baufläche an Land wird so ausgerichtet, dass weder Fußgänger noch Radfahrer behindert werden.

Welche Beeinträchtigungen sind für Anlieger und Passanten in der Innenstadt zu erwarten?

Während der Bauzeit kann es zu Beeinträchtigungen durch Baulärm kommen. Die von der HOCHBAHN beauftragten Baufirmen werden aber technisch hochwertige Baugeräte einsetzen, um die Belästigungen so gering wie möglich zu halten. Anlieger sind nicht unmittelbar von den Baumaßnahmen betroffen. Zur Absicherung der Baustelle auf dem Alsteranleger wird ein Bauzaun aufgestellt. Der Fuß- und Radweg wird auf Höhe des Bauzauns mindestens sechs Meter breit sein, so dass Fußgänger und Radfahrer diesen weiterhin ohne Probleme nutzen können.

Werden die Anlieger durch eventuellen Baulärm belästigt?

Während der Bauphase lassen sich leider nicht alle Belästigungen vermeiden. Die Grenz- und Richtwerte für Schallemissionen werden gegebenenfalls unter Einbeziehung schalldämmender Maßnahmen eingehalten.

Wo genau liegen die Baustelleneinrichtungsflächen und wie läuft der Baustellenverkehr in der Innenstadt?

Die wesentlichen Baustelleneinrichtungsflächen und die Zwischenlagerflächen für Erdaushub sind auf derzeit brachliegenden Flächen in der HafenCity östlich des Magdeburger Hafens zwischen Versmannstraße und Baakenhafen vorgesehen.

Am Jungfernstieg befindet sich die Baustelle zu zwei Drittel auf dem Alsteranleger, zu einem Drittel in der Binnenalster. Die nötige Fläche wird durch Aufschüttung eines sogenannten Fangedamms gewonnen. Der Baustellenverkehr wird in einer Kombination über den Jungfernstieg per Lkw und über den Wasserweg per Schute/Ponton abgewickelt. Der Lkw-Verkehr wird über die nördliche Fahrbahn des Jungfernstiegs mit einer Einfahrt westlich der neu angelegten Bushaltestelle und einer Zu- und Abfahrt vor dem Alsterpavillion (Zufahrtsrampe) geführt. Ein Großteil des Abbruchs wird per Schute/Ponton zu den Zwischenlagerflächen in der HafenCity transportiert werden.

Welche Beeinträchtigungen sind mit dem Bau der U4 für die Hamburger Bevölkerung verbunden?

Für den Bau der U4 hat die HOCHBAHN das für die Stadt und ihre Menschen schonendste Bauverfahren ausgewählt. Die U4 wird von ihrem Ausgangspunkt (Überseequartier) im sogenannten Schildvortriebsverfahren gebaut. Dies bedeutet, dass der Bau der U4 in der gesamten Innenstadt unterirdisch vorangetrieben wird. Das Bauverfahren ähnelt der Vorgehensweise bei der vierten Elbtunnelröhre. Nur im Bereich Anleger Jungfernstieg wird es im Innenstadtbereich eine offene Baugrube geben, um die U4 an das bestehende Hamburger Schnellbahnnetz anzuschließen.

Gibt es weitere Beeinträchtigungen in der Innenstadt?

Drei der vier Notausstiege liegen im Innenstadtbereich. Für die Zeit des Baus dieser Notausstiege ist mit geringen Einschränkungen des Straßenbereichs zu rechnen. Nach Fertigstellung wird es lediglich zu geringfügigen Verringerungen der Gehwegbreiten kommen.

Wer finanziert den Bau?

Die Freie und Hansestadt Hamburg. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat bestätigt, dass es den Bau der U4 mit 128,2 Mio. Euro fördern wird. Die Förderung erfolgt nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Das Vorhaben wird nach Angaben des Bundes nun in das entsprechende Bundesprogramm aufgenommen.

Welche Fahrzeuge werden auf der neuen Strecke eingesetzt?

Auf der neuen Linie U4 wird zukünftig – neben dem DT4 – auch der neue Fahrzeugtyp DT5 zum Einsatz kommen.

Was kostet der gesamte Bau der U4?

Die prognostizierten Gesamtkosten für den Abschnitt von Jungfernstieg bis HafenCity Universität betragen 323,6 Millionen Euro. Für einen geplanten Weiterbau in den Süden Hamburgs liegen noch keine Kostenschätzungen vor, jedoch sind an der vorläufigen Endhaltestelle HafenCity Universität alle Möglichkeiten dafür vorgesehen.