Häufige Fragen

Wer, Wie, was, warum? Wir haben die wichtigsten Fragen rund um die U4 zusammengestellt. Klicken Sie einfach eine an, um die Antwort zu bekommen.

Verschaffen Sie sich auch eine Übersicht über alle Daten und Fakten sowie den Baukalender.

Warum wurde die U4 gebaut?

In erster Linie war die Entwicklung der HafenCity Anlass für den Bau der U4. Die HafenCity Hamburg ist Europas größtes Stadtentwicklungsprojekt. Die Lage am Wasser bietet die Chance zur Entwicklung eines lebendigen und unverwechselbar maritimen Milieus.

Wer hat die Entscheidung für den Bau der U4 getroffen?

Am 7. Januar 2003 fasste der Senat den formalen Beschluss, die neu entstehende HafenCity mit einer U-Bahn zu erschließen und an die Hamburger Innenstadt anzubinden. Der Beschluss basiert auf einer Machbarkeitsstudie durch das Amt für Verkehr der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU). In dieser Studie wurde die Anbindung durch verschiedene Verkehrssysteme untersucht: S-Bahn, U-Bahn, Schwebebahn, Magnetbahn und Bus. Die Voruntersuchung kam zu dem eindeutigen Ergebnis, dass eine U-Bahn am vorteilhaftesten ist. Auf dieser Basis kam die Entscheidung der Freien und Hansestadt Hamburg für den Bau der U-Bahn-Linie U4 zustande. Dieser Beschluss wurde am 17. Juni 2003 vom Senat bestätigt.

Weshalb wurde die Variante Jungfernstieg gewählt?

Betrieblich bietet die Variante Jungfernstieg insbesondere bei Veranstaltungen eine deutlich höhere Leistungsfähigkeit als die Variante Rathaus. Bei Großveranstaltungen beispielsweise am gesamten Hafenrand kann die große Anzahl an Fahrgästen über die U3 und die U4 befördert werden, ohne dass sich die beiden Linien gegenseitig beeinträchtigen, wie es bei einer Ausfädelung an der Haltestelle Rathaus der Fall gewesen wäre.
Die Variante Ausfädelung aus der Haltestelle U2 Jungfernstieg weist eine hohe verkehrliche Qualität auf. Im Hinblick auf die technische, wirtschaftliche und verkehrliche Bewertung ist sie besonders vorteilhaft. Deshalb wurde sie als Vorzugsvariante vorgeschlagen und der Senat folgte dem Vorschlag „Ausfädelung Jungfernstieg“ am 14. Dezember 2004. Die offizielle Information erfolgte im März 2005 im Stadtentwicklungsausschuss und mit der Bürgerschaftsdrucksache vom 8. November 2005.

Die U4 – weshalb keine oberirdische Trasse?

In einem aufwendigen Verfahren hat die HOCHBAHN 2004 insgesamt 34 verschiedene Varianten für die Trasse der Linie U4 in die neue HafenCity analysiert und bewertet, darunter sechs oberirdische. Ende 2004 fiel die Entscheidung für die unterirdische Anbindung der HafenCity an die Innenstadt (Ausfädelung Jungfernstieg) durch die Freie und Hansestadt Hamburg. Ende 2006 erfolgte der Planfeststellungsbeschluss.

Wie ist der genaue Streckenverlauf?

Die U4 fädelt unterirdisch aus der U2 an der Haltestelle Jungfernstieg aus und schwenkt dann nach Süden. Sie führt unter den Straßen Jungfernstieg, Gerhofstraße, ABC-Straße, Kaiser-Wilhelm-Straße, Wexstraße, dem Alsterfleet zum Binnenhafen, Sandtorhafen, Grasbrookhafen bis zum Überseequartier und weiter in die Versmannstraße. Die U4-Verlängerung führt parallel zum Baakenhafen zunächst unterirdisch Richtung Osten und schwenkt bei etwa gleich bleibendem Abstand zur vorhandenen Bahnlinie der DB AG (ehemalige Pfeilerbahn) wie diese nach Süden. Nach etwa 700 Metern steigt die U-Bahn-Linie in der Kurve so weit an, dass sie ab hier zunächst in einem offenen Trog und dann oberirdisch geführt wird, um die über der kreuzenden Zweibrückenstraße geplante neue Haltestelle Elbbrücken zu erreichen. Die Haltestelle und damit die Verlängerungsstrecke endet in Höhe der nördlichen Brückenköpfe der vorhandenen Elbbrücken.

Wie viele Notausstiege gibt es?

Zwischen den Haltestellen Jungfernstieg und Überseequartier gibt es im Abstand von jeweils maximal 600 Metern vier Notausstiege: Alter Steinweg, ABC-Straße, Alsterfleet, Dalmannkai. So ist sichergestellt, dass der maximale Weg zum nächsten Ausstieg nicht mehr als 300 Meter beträgt. Auf dem neuen Bauabschnitt (Hafencity Universität bis Elbbrücken) wird es einen Notausstieg an der Versmannstraße geben.

Wie viele Haltestellen gibt es?

Bisher gibt es in der HafenCity die Haltestellen Überseequartier und HafenCity Universität. Mit den Elbbrücken, die ab 2018 angefahren werden sollen, entsteht aktuell die dritte.

Wo sind die Haltestellen der U4?

Der westliche Ausgang der Haltestelle Überseequartier im Graasbrookpark erschließt einen großen Teil der HafenCity (in Richtung Elbphilharmonie). Der Ostkopf der Haltestelle liegt innerhalb des Überseequartiers. Die Haltestelle HafenCity Universität liegt östlich des Lohseparks im Verlauf der Versmannstraße. Zwei Zugänge führen direkt in den Lohsepark, zwei weitere Zugänge flankieren die Versmannstraße. Die Haltestelle Elbbrücken liegt in unmittelbarer Nähe der namensgebenden Elbbrücken.

Warum gibt es keine Haltestelle an der Elbphilharmonie?

Eine Haltestelle an der Elbphilharmonie ist nicht vorgesehen, da die Erreichbarkeit der Philharmonie und der angrenzenden Bereiche über die vorhandenen Haltestellen Baumwall (U3) und Überseequartier (U4) sichergestellt ist. Das zusätzliche Fahrgastaufkommen aus der Elbphilharmonie alleine rechtfertigt eine Haltestelle nicht.

Wie lang ist die Fahrzeit vom Jungfernstieg zu den einzelnen Haltestellen in der HafenCity? In welchem Takt verkehrt die U-Bahn?

Die Fahrzeit zwischen Jungfernstieg und Überseequartier beträgt vier Minuten, von der Haltestelle Überseequartier bis zur Haltestelle HafenCity Universität eine Minute und bis zu den Elbbrücken fährt man vom Jungfernstieg aus sieben Minuten. Derzeit verkehrt die U4 im 10-Minuten-Takt zwischen Billstedt und der HafenCity. Dabei hält sie an den Knotenpunkten Berliner Tor, Hauptbahnhof und Jungfernstieg.

Welche Fahrzeuge werden auf der Strecke eingesetzt?

Auf der Linie U4 kommt – neben dem DT4 – künftig auch der neue Fahrzeugtyp DT5 zum Einsatz.

In wie vielen Metern Tiefe verläuft die Strecke?

Die Strecke der U4 hat keine konstante Tiefe. Sie verläuft zwischen 20 und 40 Metern unter der Oberfläche. Die Haltestellen liegen in etwa 18 Meter (Jungfernstieg), 19,5 Meter (Überseequartier) bzw. 16,5 Meter (HafenCity Universität) Tiefe. Die Haltestelle Elbbrücken wird als einzige oberirdisch sein und sich 2 Meter über dem Gelände befinden.

Warum wird die U4 verlängert?

Neben dem Überseequartier wird das Quartier Elbbrücken, das zwischen 2015 und 2025 entsteht, das zweite urbane Zentrum im östlichen Eingang der HafenCity. Spektakuläre Wolkenkratzer, die Nähe zur Elbe und ein zentraler Platz kennzeichnen das 21,4 Hektar große Geschäfts- und Wohnareal, das circa 13 000 Arbeitsplätze und mehr als 1 000 Wohnungen bieten wird. Um sowohl Anwohner an die Innenstadt anzubinden, als auch gute Erreichbarkeit zu allen ansässigen Unternehmen zu gewährleisten, wird die U4 verlängert. Mit der neuen Haltestelle ist eine komfortable und verkehrlich optimale ÖPNV-Anbindung gewährleistet. Die 5,3 Kilometer entfernte Innenstadt ist so in nur sieben Minuten zu erreichen und durch den für die Zukunft geplanten Übergang zur S-Bahn haben auch Pendler aus Hamburgs Süden idealen Anschluss ans Zentrum.

Wie lange dauert der Bau?

Die Verlängerung der Linie U4 und der Bau der Haltestelle Elbbrücken werden voraussichtlich 2018 abgeschlossen sein.

Wer hat über die Architektur der Haltestelle Elbbrücken entschieden?

Über die im Rahmen eines mehrstufigen Architektur-Wettbewerbs eingereichten Entwürfe entschied ein Expertenkomitee bestehend aus Staatsrat Andreas Rieckhof, Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter, Jürgen Bruns-Berentelg von der HafenCity GmbH, Ulrich Sieg, Vorstand der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) sowie weiteren Sachverständigen. Das Siegermodell des Hamburger Büros von Gerkan, Marg und Partner (gmp Generalplanungsgesellschaft) überzeugte die Jury im April 2013 mit seiner hohen Funktionalität und einer gelungenen städtebaulichen Integration. Die neue Haltestelle führt mit außen liegender, tragender Stahlkonstruktion und innen liegender Glasfassade die Gestaltung der Elbbrücken fort und fügt sich sowohl ober- als auch unterirdisch perfekt in die sehenswerte, futuristische Architektur der HafenCity ein.

Wie ist die Haltestelle Elbbrücken in den ÖPNV integriert?

Mit der Haltestelle ist eine komfortable und verkehrlich optimale ÖPNV-Anbindung gewährleistet. So ist die 5,3 Kilometer entfernte Innenstadt in nur sieben Minuten zu erreichen und durch den für die Zukunft geplanten Übergang zur S-Bahn haben auch Pendler aus Hamburgs Süden idealen Anschluss ans Zentrum.

Wann wird die Haltestelle Elbbrücken in Betrieb genommen?

Nachdem die Bauarbeiten 2018 abgeschlossen sein sollen, wird der Fahrgastbetrieb zur Haltestelle voraussichtlich in circa fünf Jahren starten.

Wird die U4 den Sprung über die Elbe machen?

Mit dem Bau der Haltestelle Elbbrücken sind die Voraussetzungen für den Sprung über die Elbe geschaffen. Die Weiterführung der U4 Richtung Süden ist eine Entscheidung der Freien und Hansestadt Hamburg.

Was kostet der Bau der U4-Verlängerung bis zu den Elbbrücken?

Die HOCHBAHN rechnet für das Gesamtprojekt (Kehr- und Abstellanlage, Tunnel- und Trogbauwerk und Haltestelle Elbbrücken) mit Kosten in Höhe von knapp 180 Millionen Euro.