Umweltschutz ist ein wichtiges Anliegen der HOCHBAHN. Das gilt nicht nur für alle Bereiche des täglichen Betriebs, sondern in besonderem Maße auch für den Bau der U4. Bereits während der Planungsphase hat die HOCHBAHN deshalb eine Umweltverträglichkeitsstudie in Auftrag gegeben: Sie sollte ermitteln, welche Baumaßnahmen zu Störungen von Mensch und Umwelt führen können und mit welchen Schutzmaßnahmen sie zu vermeiden sind. Und was getan werden muss, um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen, wenn Eingriffe in vorhandene Strukturen dennoch notwendig sind. Damit die Umwelt nach dem Bau wieder genauso ist, wie sie vorher war, werden Aushub und Wasser ständig geprüft, entsprechend gereinigt oder umweltschonend entsorgt, Bäume um- oder nach den Baumaßnahmen neugepflanzt und Tiere, wenn es notwendig ist, artgerecht umgesiedelt.
Muscheln

Die zeitweilige Sperrung des Magdeburger Hafens beeinflusst die Strömungsverhältnisse auch im benachbarten Baakenhafen. Diese Veränderung betraf seltene Lebewesen, die sich hier seit geraumer Zeit angesiedelt hatten: die Große Teich- und Schwanenmuschel sowie die Enten- oder gemeine Teichmuschel, die sogar auf der Roten Liste stehen. Damit diese Großmuschelvorkommen keinen Schaden nehmen, wurden sie in einer spektakulären Aktion schonend in den Haken, ein Hafenbecken an den Elbbrücken, umgesiedelt. Weil hier ähnliche Strömungsverhältnisse wie in ihrem ursprünglichen Hafenbecken herrschen, können die Muscheln nun wieder heimisch werden. Weitere Bilder gibt es in der Fotogalerie.
Baugrubenwasser und Böden
Um Schädigungen von vornherein auszuschließen, wird das Baugrubenwasser auch von der Umweltbehörde ständig auf mögliche Belastungen hin geprüft. Sollte es verunreinigt sein, wird es in einer besonderen Anlage gereinigt.
Bäume
Grünflächen werden nur zum Teil für die kleineren Baustellen rund um die Notausstiege in Anspruch genommen. 2012, wenn die Bauarbeiten hier abgeschlossen sind, werden die Flächen in ihrem ursprünglichen Zustand wieder hergestellt und jeder Baum, der gefällt werden musste, wird ersetzt.
Die Bäume am Anleger Jungfernstieg, die der Baustelle weichen müssen, werden vorsichtig ausgehoben, in einer Baumschule in Pflege gegeben und nach dem Ende der Bauarbeiten am Anleger Jungfernstieg wieder zurückgepflanzt und mit Gittern gegen abgestellte Fahrräder und parkende Lieferwagen geschützt.
