Feierliche Schild- und Tunneltaufe in der HafenCity
Mit der traditionellen Tunneltaufe für die neue Hamburger U-Bahn-Linie fiel heute der offizielle Startschuss für den Tunnelbau der U4. Die Segnung nahm Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke vor, Bischöfin Maria Jepsen eröffnete die Zeremonie mit einem Bibelwort. Taufpatin für den ersten Tunnel und den Tunnelbohrer ist Inga Unger-Freytag, Gattin des Finanzsenators der Freien und Hansestadt Hamburg Dr. Michael Freytag. Der Tunnel wurde auf den Namen "Inga", die Tunnelbohrmaschine auf den Namen V.E.R.A. (Von der Elbe Richtung Alster) getauft.

Nach bergmännischer Tradition wurden vor Beginn der Tunnelbauarbeiten für die U4 die erste Tunnelröhre und die Schildvortriebsmaschine im Startschacht (westlich des künftigen Überseequartiers) gesegnet und getauft. Begleitet wurde die Tunneltaufe stilecht vom Bergmannschor der Ruhrkohle AG aus Essen. Zu dem feierlichen Ritual gehört auch die Enthüllung einer Figur der Heiligen Barbara, der Schutzheiligen der Bergleute und Tunnelbauer. Sie wacht während der Bauphase in einem Schrein am Tunneleingang über die Bauarbeiter.

Ulrich Sieg, Vorstandsmitglied der HOCHBAHN, betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung der U4 für Hamburg: "Ende 2011 werden wir mit der U4 eine schnelle, umsteigefreie und komfortable Verbindung zwischen HafenCity und Hamburger Innenstadt haben. Auf diesem Weg ist die Taufe und der Start des Schildvortriebs ein Meilenstein, denn der Tunnelbau ist die größte Herausforderung für alle Beteiligten."
Die Tunnelbohrmaschine V.E.R.A. wird zwei getrennte Röhren für die U4 bauen. Für eine Strecke benötigt sie etwa 40 Wochen. Im Frühjahr 2009 wird sie zum ersten Mal am Anleger Jungfernstieg ankommen. Hier wird der Bohrkopf herausgehoben und in die HafenCity zurückgebracht, während die eigentliche Maschine durch die fertige Tunnelröhre zurückfährt. Im Frühsommer 2009 beginnt V.E.R.A. ihre zweite Fahrt Richtung Innenstadt, die sie im Frühjahr 2010 beenden wird. Auch wenn der Zeitplan nach Aussage des HOCHBAHN-Vorstands ehrgeizig ist, sei er überzeugt, dass er eingehalten werde. "Wir beginnen den Schildvortrieb sogar früher als ursprünglich geplant", sagte Sieg.
Die Taufe der Schildvortriebsmaschine und des ersten Tunnels nahm Inga Unger-Freytag, Gattin des Hamburger Finanzsenators, vor. Der Tunnel trägt traditionell den Vornamen der Taufpatin (Inga-Tunnel). Die Patin gilt als irdische Repräsentantin der Heiligen Barbara und ist ein gern gesehener Gast bei den Tunnelbauern. Inga Unger-Freytag: "Es ist eine besondere Auszeichnung, als Taufpatin dieses wichtige Verkehrsprojekt begleiten zu dürfen. Die auch heute noch lebendige bergmännische Tradition zeigt, dass die Arbeit unter Tage trotz aller technischen Fortschritte immer noch von den Menschen gemacht wird."

Vor der eigentlichen Taufe wurden Tunnel und Tunnelbohrmaschine in einer ökumenischen Zeremonie gesegnet. Die Segnung nahm Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke vor. Der gespendete Segen soll die Tunnelbauer vor den Gefahren bei ihrer Arbeit schützen. Bischöfin Maria Jepsen bat Gott auch um Segen für die Menschen, die später die U-Bahn nutzen und die in der Hafencity arbeiten.
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- Zur Pressemitteilung "V.E.R.A. getauft - U4-Tunnelbau beginnt"