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Baustelle wird Schaustelle

U4-Infopavillon auf dem Anleger Jungfernstieg eröffnet

Der Großteil der Bauarbeiten für die neue Hamburger U-Bahn-Linie U4 findet unter der Erde statt. Offene Baugruben sind nur in der HafenCity, an den Notausstiegen und auf dem Anleger Jungfernstieg erforderlich. Nun macht die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) mit dem U4-Infopavillon die Arbeiten im Hamburger Untergrund anschaulich und erlebbar.

In unmittelbarer Nähe zum Alsterpavillon gibt es mit dem heute eröffneten U4-Infopavillon einen zentralen Informationspunkt für das U4-Projekt. Bis zur Fertigstellung der U4 Ende 2011 werden in dem attraktiv gestalteten Pavillon alle Fragen zum Bauverfahren und zum aktuellen Baufortschritt beantwortet. Gleichzeitig sind die Besucher eingeladen, an verschiedenen Stationen selbst aktiv zu werden: Sie können anfassen, greifen, tasten, probieren und verstehen, was hinter dem U4-Projekt steckt.

Günter Elste, Vorstandsvorsitzender der HOCHBAHN, zeigte sich bei der Eröffnung des U4-Infopavillons überzeugt: "Mit diesem Pavillon wird die Baustelle zur Schaustelle. Das wird ein richtiger Publikumsmagnet, denn Bauprojekte wie die U4 stoßen immer auf hohes Interesse. Und nun haben die Hamburgerinnen und Hamburger und die Besucher unserer Stadt einen informativen und attraktiven Anlaufpunkt."

Auf 100 Quadratmetern erfährt der Besucher detailliert, wie der moderne Tunnelbau in einer Tiefe von bis zum 40 Metern funktioniert und wie sich die Tunnelbohrmaschine V.E.R.A. (Von der Elbe Richtung Alster) ihren Weg von der HafenCity zur Hamburger Innenstadt bahnt. In einem U-Bahn-Cockpit ist es schon jetzt möglich, die neue Strecke zwischen den Haltestellen HafenCity Universität, Überseequartier und Jungfernstieg virtuell entlang zu fahren. Für Fragen stehen den Besuchern fachkundige Berater zur Verfügung. Der U4-Infopavillon ist von Montags bis Samstags von 10-20 Uhr geöffnet.

Neben der "Seebrücke", die sich als Ersatzanleger für die Alsterschiffe seit April auch bei der Hamburger Bevölkerung einer großen Beliebtheit erfreut, ist der U4-Infopavillon die zweite Attraktion am Rande des Baugeschehens auf dem Anleger Jungfernstieg. Im Herbst 2008 wird ein weiteres Highlight hinzukommen, denn auch der Bauzaun wird der prominenten Lage der Baustelle Rechnung tragen: In hochwertigen beleuchteten Vitrinen werden verschiedene Ausstellungen zu sehen sein – der Jungfernstieg wird zur Fotogalerie.

HOCHBAHN-Chef Günter Elste: "Wir sind uns der sensiblen Lage der Baustelle im Herzen Hamburgs bewusst. Wir setzen hier die modernsten Baugeräte ein und optimieren die Baustellenlogistik, um die Belastungen möglichst gering zu halten. Dennoch bleibt es eine Baustelle. Aber mit dem Konzept "Baustelle als Schaustelle" mit Seebrücke, Infopavillon und Galerie schaffen wir am Jungfernstieg spannende Anziehungspunkte."

Die Bauarbeiten auf dem Anleger Jungfernstieg werden im Frühjahr 2011 beendet. Schon ein Jahr zuvor wird die Baustellenfläche aber deutlich verkleinert. Nach Beendigung der Bauarbeiten wird der Anleger dann sein altes Gesicht zurückerhalten.