Vorabmaßnahmen für Baustelleneinrichtung U4
Während die Bauarbeiten für die U4 in der HafenCity schon weit fortgeschritten sind, beginnen die Arbeiten auf dem Anleger Jungfernstieg erst in der zweiten Aprilhälfte 2008. Vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten müssen die im Erdreich verlaufenden Leitungen verlegt werden. Derzeit wird die genaue Lage der zu verlegenden Leitungen anhand von "Schürfgräben" bestimmt.
Am Anleger Jungfernstieg verlaufen im Bereich der künftigen Baustelle Strom-, Daten- und Telekommunikationsleitungen sowie ein Siel. Diese müssen für die Bauphase am Anleger Jungfernstieg umgelegt werden. "Die Einrichtung von Schürfgräben als Vorabmaßnahme ist ein typisches Verfahren. Nur wenn die Lage der zu verlegenden Leitungen vorab exakt bestimmt wird, können Schäden vermieden werden", erklärt Horst Hoffmann, Gesamtprojektleiter U4 der HOCHBAHN.
Die Schürfgräben werden von einem provisorischen Bauzaun abgesichert, der einen Abstand von 6-8 Metern bis zur Straße frei lässt, sodass Fußgänger und Radfahrer ungehindert die Baustelle passieren können. "Lediglich bei Bedarf müssen wir den Bauzaun für wenige Tage näher an den Jungfernstieg rücken. Aber auch in dieser Phase können Fußgänger und Radfahrer den Bereich problemlos passieren. Ist diese Arbeit erledigt, ziehen wir den Zaun direkt wieder zurück", erläutert Hoffmann den Ablauf. Die Treppen auf dem Anleger Jungfernstieg sind von diesen Maßnahmen nicht betroffen und weiter zugänglich. Parallel zu den Leitungsverlegungen beginnen ab dem 18. Februar die ersten Vorbereitungen für den provisorischen Alsteranleger. An dieser rund 120 Meter langen, in die Binnenalster hineinragenden "Seebrücke" werden ab dem Saisonstart 2008 die Schiffe der Alsterflotte liegen.
In der zweiten Aprilhälfte beginnt mit der Errichtung des Bauzauns die eigentliche Bautätigkeit auf dem Anleger Jungfernstieg. Bis Frühjahr 2011 finden dann die notwendigen Bauarbeiten statt, um die U4 am Verkehrsknotenpunkt Jungfernstieg an das bestehende Schnellbahnnetz anzuschließen.