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Die Zukunft zum Greifen nah: Die U4 kommt!

Mit dem Ersten Spatenstich durch Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust und den Vorstandsvorsitzenden der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) Günter Elste beginnen heute offiziell die Bauarbeiten für die neue U-Bahnlinie U4.

"Mit dem Projekt HafenCity setzt Hamburg international Maßstäbe. Hier werden in wenigen Jahren über 50 000 Menschen in maritimer Atmosphäre leben und arbeiten. Der heutige Spatenstich ist das Symbol für die verkehrliche Erschließung dieses neuen Stadtteils mit einer modernen, umweltschonenden und schnellen U-Bahn-Verbindung. Die U4 ist ein wichtiges Element der Hamburger Stadtentwicklung," betonte Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust.

Die vier Kilometer lange U-Bahnstrecke wird ab Ende 2011 die HafenCity, das derzeit größte Stadtentwicklungsprojekt Europas, an die Innenstadt anbinden. „Die HOCHBAHN hat gemeinsam mit der Stadt Hamburg insgesamt 34 verschiedene Trassen eingehend untersucht. Die Strecke, deren Bau wir mit dem symbolischen Spatenstich einleiten, ist wirtschaftlich, verkehrlich und städtebaulich allen anderen Varianten überlegen“, so Günter Elste. Für den Vorstandsvorsitzenden der Hamburger Hochbahn AG ist der Erste Spatenstich aber auch ein wichtiger Schritt für die Zukunft: "Die U4 stellt eine leistungsfähige Anbindung der HafenCity an die Innenstadt und an das Hamburger Schnellbahnsystem dar. Gleichzeitig ist sie auch Voraussetzung für den Sprung über die Elbe, um den Hamburger Süden an das bestehende U-Bahn-Netz anzubinden."

Den symbolische Spatenstich nahmen neben Ole von Beust und Günter Elste auch Ulrich Sieg, verantwortlicher Vorstand der HOCHBAHN für das Projekt U4, Henner Mahlstedt, Vorstandsvorsitzender Hochtief Construction AG, als Vertreter der am Bau beteiligten Unternehmen und Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung HafenCity Hamburg GmbH, vor. Die Spaten, mit denen der Bürgermeister und der HOCHBAHN-Vorstand den symbolischen ersten Spatenstich vorgenommen haben, wird die HOCHBAHN zugunsten von Hamburg Leuchtfeuer versteigern. Alle Informationen hierzu ab sofort unter www.hochbahn.de.

Das heute begonnene Bauverfahren ist zweigeteilt: In der noch im Bau befindlichen HafenCity wird die Strecke in einer 1,2 km langen offenen Baugrube errichtet. Der größte Teil der Trasse wird aber unterirdisch im so genannten Schildvortriebsverfahren gebaut. Die Unterquerung der Elbe sowie der Innenstadt geschieht dabei in einer Tiefe von bis zu 40 Metern. Für den Bau der beiden voneinander unabhängigen Tunnelröhren benötigt die Schildvortriebsmaschine – bei einer Geschwindigkeit von 10 Metern pro Tag – jeweils 40 Wochen. Im Innenstadtbereich beschränken sich die Baumaßnahmen auf die Einrichtung der Notausstiege (Alsterfleet, Alter Steinweg, ABC-Straße) sowie die Baumaßnahmen am Anleger Jungfernstieg, die notwendig sind, um den Anschluss an das Hamburger Schnellbahnsystem herzustellen.

Zwei Haltestellen (Überseequartier und Lohsepark) sind für den neuen Stadtteil vorgesehen. Die HOCHBAHN erwartet, dass täglich etwa 35 000 Fahrgäste die U4 nutzen werden. Die Fahrzeit vom Jungfernstieg bis zum Überseequartier wird drei Minuten, bis zum Lohsepark vier Minuten betragen. Gemeinsam mit der seit knapp 100 Jahren bestehenden U3 an den Landungsbrücken und am Baumwall bietet die U4 eine ausgezeichnete verkehrliche Erschließung des gesamten Hafengebietes sowie eine hohe Beförderungskapazität, da beide Linien unabhängig voneinander operieren. Die Kapazitätserhöhung wird insbesondere bei künftigen Großveranstaltungen von Bedeutung sein.

Der Rohbau für das Projekt U4 wird von einer Arbeitsgemeinschaft aus den Unternehmen Hochtief Construction AG (Federführung), Aug. Prien, HC Hagemann und Ed.Züblin realisiert. Die Kosten für den Rohbau belaufen sich auf rund 200 Millionen Euro, die Kosten für das Gesamtprojekt U4 auf 298 Millionen Euro.