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U4: Traditioneller Tunneldurchschlag

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Tunnelpatin Inga Unger-Freytag besucht U4-Baustelle

Am 4. Dezember jeden Jahres feiern die Tunnelbauer in aller Welt den Namenstag ihrer Schutzpatronin, der Heiligen Barbara. Auch auf der Baustelle der neuen Hamburger U-Bahn-Linie U4 begingen die Bauarbeiter den Barbaratag – gemeinsam mit der Tunnelpatin, Inga Unger-Freytag, und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN), Senator Dr. Michael Freytag, die sich bei dieser Gelegenheit über den aktuellen Stand der Bauarbeiten informierten.

Über 900 Meter hat sich die Schildvortriebsmaschine V.E.R.A. (Von der Elbe Richtung Alster) seit ihrem Start in der HafenCity im Juni Richtung Innenstadt vorgearbeitet und dabei über ein Drittel der Gesamtstrecke für die erste Tunnelröhre zurückgelegt. Bis zum derzeitigen Standort am Kehrwiederfleet hat sie dabei bislang über 4 200 Beton-Tübbinge verbaut, die die Tunnelröhre auskleiden. 

Günter Elste, Vorstandsvorsitzender der HOCHBAHN, zeigte sich anlässlich des Besuchs zufrieden mit dem aktuellen Stand der Arbeiten: "Der Hamburger Untergrund hat seine Besonderheiten. Insbesondere die wechselnden Bodenschichten sind eine Herausforderung für die Tunnelbauarbeiten. Insgesamt liegen wir aber im Zeitplan." Höchste Priorität habe dabei immer die Sicherheit der Bauleute, betonte Elste: "Die lebendige bergmännische Tradition zeigt, dass die Arbeit unter Tage trotz aller modernen Maschinen immer noch von den Menschen gemacht wird."

Der Tradition der Tunnelbauer entsprechend überreichte Inga Unger-Freytag, die Tunnelpatin der U4, den Bauleuten einen Kirschzweig und überbrachte die Wünsche für einen weiteren sicheren und erfolgreichen Tunnelbau. Inga Unger-Freytag: "Ich freue mich, dass ich die schöne und wichtige Aufgabe wahrnehmen darf, den Tunnelarbeitern bei ihrer Arbeit beizustehen und so zum Gelingen dieses Projektes beizutragen. Eine beeindruckende Meisterleistung der Ingenieure, Techniker und Arbeiter ist dieses Bauwerk." Eine besondere Freude machte die Tunnelpatin den Bauleuten mit einem riesigen Korb voll mit Weihnachtsplätzchen, die sie an den vorherigen Abenden zu Hause selbst gebacken hatte.

Nach der kurzen Unterbrechung am Barbaratag gehen die Bauarbeiten für die erste Tunnelröhre weiter. Kurz vor Weihnachten steht bei V.E.R.A. ein planmäßiger Wechsel der Werkzeuge am Schneidrad an, denn ab dem Kehrwiederfleet ändert sich erneut die Bodenschicht: Für den Hamburger Glimmerton, den die Schildvortriebsmaschine dann bis zum Jungfernstieg durchfahren muss, benötigt das Schneidrad optimierte Werkzeuge. Hierdurch wird die Vortriebsleistung von V.E.R.A. gesteigert. 

Auch die weiteren Baustellen für die U4 sind im Plan: Der Rohbau der Haltestelle Überseequartier ist beinahe abgeschlossen, die Vorbereitungen für die Haltestelle HafenCity Universität und die Querung des Magdeburger Hafen laufen auf vollen Touren, die vier Notausstiege sind für die Vorbeifahrt der Schildvortriebsmaschine zeitgerecht vorbereitet worden und auch die Bauarbeiten auf dem Anleger Jungfernstieg gehen zügig voran.

 

 

 

 

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Tunnelpatin Inga Unger-Freytag besucht U4-Baustelle

Am 4. Dezember jeden Jahres feiern die Tunnelbauer in aller Welt den Namenstag ihrer Schutzpatronin, der Heiligen Barbara. Auch auf der Baustelle der neuen Hamburger U-Bahn-Linie U4 begingen die Bauarbeiter den Barbaratag – gemeinsam mit der Tunnelpatin, Inga Unger-Freytag, und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN), Senator Dr. Michael Freytag, die sich bei dieser Gelegenheit über den aktuellen Stand der Bauarbeiten informierten.

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Tunnelpatin Inga Unger-Freytag begrüßt Mineur

Eine knappe Woche nach der Ankunft der Tunnelbohrmaschine V.E.R.A. (Von der Elbe Richtung Alster) begrüßte die U4-Tunnelpatin Inga Unger-Freytag nach alter bergmännischer Tradition stellvertretend einen Bauarbeiter am Kopf des Schneidrades im 20 Meter tiefen Zielschacht. Hier überreichte die Tunnelpatin einen Blumenstrauß und eine Flasche Korn als traditionellen Willkommensgruß. 

Nach knapp 2,8 Kilometern Vortrieb fuhr V.E.R.A. in der vergangenen Woche in ihre derzeitige Parkposition ein. Die Einfahrt erfolgte in dem gefluteten Zielschacht unter Wasser. Aus Sicherheitsgründen hatten die Verantwortlichen auf einen Durchbruch in einer trockenen Baugrube verzichtet. Konsequenterweise begann der Pressetermin deshalb mit dem Lenzen der 20 Meter tiefen, 14 Meter langen und 10 Meter breiten Baugrube. 

Nach dem Lenzen der Grube wurde die Tunnelpatin in einem Personenkorb gemeinsam mit einem Sicherheitsingenieur in den Zielschacht hinabgelassen. Stellvertretend für alle Kolleginnen und Kollegen im U4-Tunnelbau öffnete dann ein Bauarbeiter eine Luke im Schneidrad und nahm neben den Geschenken das „Glück auf!“ der Tunnelpatin entgegen. 

Inga Unger-Freytag, die als Tunnelpatin die Bauarbeiter und V.E.R.A. in der Vergangenheit schon mehrmals besucht hatte, zeigt sich tief beeindruckt: „In einem solchen Moment kann man ermessen, welche Leistung von Mensch und Technik hinter diesem Projekt steckt.“ 

Ulrich Sieg, Vorstand der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) betonte als Bauherr, wie wichtig das Erreichen dieses Etappenzieles für das Gesamtprojekt ist: „Dieser Meilenstein bedeutet, dass wir mehr als die Hälfte des Projektes erfolgreich hinter uns gebracht haben. Es unterstreicht aber auch die Leistung aller Beteiligten an diesem komplexen Vorhaben. Hierfür haben alle unsere hohe Anerkennung!“ 

Auf ihrem 2,8 Kilometer langen Weg hat die Tunnelbohrmaschine V.E.R.A. knapp 100 000 Kubikmeter Geschiebemergel, Glimmerton und Sand in einer Tiefe von bis zu 40 Metern abgebaut und über die HafenCity abtransportiert. Gleichzeitig hat sie mit rund 13 000 Tübbingen, die knapp 1 900 Betonringe bilden, den ersten Tunnel im Rohbau fertiggestellt. 

Mitte November wird der Bohrkopf aus dem Zielschacht gehoben und zurück in die HafenCity gebracht. Der Rest der Maschine, immerhin über 60 Meter lang, wird durch den schon fertigen Tunnel zurückgezogen. Im Startschacht vor dem Überseequartier in der HafenCity wird die Maschine für ihre zweite Fahrt Richtung Innenstadt bis zum Jahresende wieder zusammengebaut. Der Start für den Bau der zweiten Tunnelröhre soll Anfang Januar 2010 erfolgen. Die Inbetriebnahme der U4 ist für September 2012 vorgesehen.