Nach der Unterbrechung der Bautätigkeit für den Notausstieg der U4 am Kaiserkai/Dalmannkai aufgrund von nicht vorhersehbaren Hindernissen im Untergrund wurden die Arbeiten heute wieder aufgenommen. Um die Belastung für die Anwohner zu minimieren, wird der Notausstiegsschacht um sieben Meter verschoben. Die genaue Vorgehensweise erläutert die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) heute den Anwohnern.
Die ursprüngliche Planung, die Bohrarbeiten an der alten Stelle fortzusetzen und den im Untergrund verkanteten Schlitzwandgreifer zu bergen, wurde von den bauausführenden Unternehmen und der HOCHBAHN verworfen. "Wir haben uns entschlossen, den Notausstiegsschacht um sieben Meter zu verschieben. Diese Lösung ist mit deutlich weniger Lärm und Erschütterungen verbunden als die Bergung des Schlitzwandgreifers. Denn hier hätten wir auch den zur Stabilisierung eingebrachten Beton wieder entfernen müssen", erläuterte Ulrich Sieg, Vorstand der HOCHBAHN, die Entscheidung.
Die Bauunternehmen werden nun zunächst mit einem Räumungsbohrer die in der Tiefe von 20 Metern festgestellten Hindernisse gezielt beseitigen, bevor der Schlitzwandbagger seine Arbeit wieder aufnimmt. Auswirkungen auf den Zeitplan zum Bau der U4 sind nicht zu erwarten, weil die Bauarbeiten am Alsterfleet vorgezogen werden konnten, erklärte Sieg: "Wichtig ist, dass die Schlitzwandarbeiten abgeschlossen sind, bevor die Schildvortriebsmaschine im Sommer in 30 Metern Tiefe zum ersten Mal vom Überseequartier kommend hier durchfährt. Das ist zu schaffen."
Die Verlegung des Notausstiegs macht eine Verschwenkung der Tunnelröhre um vier Meter erforderlich. "Sicherlich bedeutet diese Planungsänderung einen zusätzlichen Aufwand. Aber wir sind sicher, dass diese Änderung für alle Beteiligten die beste Lösung ist", so der HOCHBAHN-Vorstand.
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