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U4-Baustelle wird zur Schaustelle

HOCHBAHN plant umfassendes Informationsangebot

Der Großteil der Arbeiten für die neue Hamburger U-Bahnlinie U4 geschieht unter der Erde, denn offene Baugruben sind nur in der HafenCity, an den Notausstiegen und auf dem Anleger Jungfernstieg erforderlich. Die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) wird aber allen Hamburgerinnen und Hamburgern und den Besuchern der Stadt einen Einblick in das Bauverfahren unter der Stadt ermöglichen.

Zentraler Anlaufpunkt für alle Fragen rund um das U4-Projekt wird ab Ende Mai der U4-Informationspavillon in unmittelbarer Nähe zum Alsterpavillon sein. In dem 100 m2 großen, modern gestalteten Pavillon werden nicht nur alle Fragen zum Bauverfahren und zum Baufortschritt beantwortet. Die Besucher können an vielen Stationen auch aktiv werden: Sie können Tübbinge einbauen, das Tunnelbohrverfahren simulieren oder in einem U-Bahn-Cockpit selbst auf der neuen Strecke fahren.

"Der Informationspavillon hat das Zeug dazu, ein echter Publikumsmagnet zu werden", erläutert der Vorstandsvorsitzende der
HOCHBAHN, Günter Elste, das Vorhaben. "Ein solch spannendes Bauprojekt wie die U4 erzeugt hohes Interesse. Dies spüren wir schon jetzt. Für alle Interessierten gibt es bald einen attraktiv gestalteten Anlaufpunkt direkt auf dem Anleger Jungfernstieg."

Sobald die derzeit laufenden Vorbereitungsarbeiten für die U4-Baustelle auf dem Anleger Jungfernstieg abgeschlossen sind, beginnt der Bau des Informationspavillons. Gleichzeitig wird ab Mitte April ein Bauzaun die Baueinrichtungsfläche umschließen. Zuvor müssen bis Ende Februar 16 Silberlinden herausgenommen und in eine Baumschule gebracht werden. Lampen und weiteres Stadtmobiliar werden ebenfalls für die Bauzeit zwischengelagert. Die Holzbänke sollen auf die nicht gesperrten Flächen im nördlichen und südlichen Bereich des Alsteranlegers umgesetzt werden. Ende Mai wird dann der Informationspavillon eröffnet.

Aktuell laufen auch die Vorbereitungen für den provisorischen Alsteranleger. An diesem rund 120 Meter langen, in die Binnenalster hineinragenden Ponton werden ab dem Saisonstart 2008 die Schiffe der Alsterflotte liegen. Der Ponton wird derzeit am U-Boot-Hafen gebaut und Ende März in die Binnenalster einschwimmen. "Diese Seebrücke in der Binnenalster wird ein weiterer Attraktionspunkt sein, denn die Besucher haben dann einen Blick aus der Binnenalster auf die Innenstadt. Im Winter bietet der Ponton dann auch die Liegeplätze für die Märchenschiffe", erläutert der HOCHBAHN-Chef.

Auch der Bauzaun wird der Baustelle in prominenter Lage Rechnung tragen. Nach Abschluss der notwendigen Räumungsbohrungen, mit denen die nicht mehr benötigten Stahlanker im Untergrund zerstört werden und die zeitweise eine Verschiebung des Bauzauns erfordern, kann der endgültige Bauzaun im September 2008 aufgestellt werden. Elste: "Der Bauzaun wird mit Hinterlichtvitrinen verkleidet. Diese Vitrinen werden dann wechselnde Ausstellungen aufnehmen und ein richtiger Blickfang sein."

Die notwendigen Bauarbeiten zum Anschluss der U4 an das bestehende Schnellbahnnetz am Verkehrsknotenpunkt Jungfernstieg werden bis zum Frühjahr 2011 dauern. Danach wird der Anleger Jungfernstieg wieder so hergestellt, wie er heute ist.