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Kunst trifft Baustelle

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V.E.R.A. kämpft mit dem Hamburger Untergrund

Während die Bauarbeiten in der HafenCity, an den vier Notausstiegen und am Anleger Jungfernstieg planmäßig verlaufen, liegt der Schildvortrieb zur Erstellung der unterirdischen Tunnelröhre aktuell 16 Wochen hinter dem Plan zurück. Mit der Ankunft des Tunnelbohrers V.E.R.A. (Von der Elbe Richtung Alster) am Jungfernstieg wird nun Ende September gerechnet. Ursprünglich war die erste Ankunft für den Frühsommer geplant.

Die Tunnelbohrmaschine hat bislang knapp die Hälfte der Strecke zurückgelegt. Die Zeitverzögerung gegenüber der Planung sei darauf zurückzuführen, dass die Maschine nicht die geplanten zehn Meter Durchschnittsvortrieb pro Tag erreicht habe, erklärte Jens Lang, Bereichsleiter Infrastruktur der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN), anlässlich eines U4-Baustellengespräches: „Die wechselnden Bodenschichten im Hamburger Untergrund haben dem Schneidrad mehr Probleme bereitet als angenommen. Zudem waren mehrere Werkzeugwechsel notwendig, die schon aufgrund der Anforderungen für einen sicheren Vortrieb längere Stillstandsphasen erforderten.“

In Kürze wird der Tunnelbohrer unterhalb des Alsterfleetes in eine homogene Bodenschicht (Glimmerton) eintauchen, die der Bohrer dann bis kurz vor seinem Ziel durchfahren wird. „Erst wenn wir im Glimmerton eine bestimmte Strecke zurückgelegt haben, können wir eine belastbare Aussage darüber machen, inwieweit sich diese Verzögerung voll auf den Gesamtzeitplan auswirken wird.“ Die Ingenieure gehen allerdings davon aus, dass die zweite Röhre schneller gebohrt werden kann, da aus den Bauarbeiten für die erste Tunnelröhre wichtige Erkenntnisse für  eine Optimierung der Maschine und die erforderlichen Werkzeugwechsel gewonnen werden können.

Alle anderen Bauabschnitte liegen im Zeitplan: So konnte in der Haltestelle Überseequartier Mitte Januar das Richtfest gefeiert werden. Für die Haltestelle HafenCity Universität ist das Richtfest für Ende 2009 geplant. Bei drei der vier Notausstiege (Alsterfleet, Alter Steinweg, ABC-Straße) sind die Rohbauarbeiten im Wesentlichen abgeschlossen. Am Jungfernstieg laufen die Bauarbeiten an den Zielschächten, aus denen der Bohrkopf nach der Schildeinfahrt herausgehoben wird. Gleichzeitig wird ein zusätzlicher Fluchttunnel errichtet, der den steigenden Fahrgastzahlen Rechnung trägt. In der Haltestelle Jungfernstieg sind im Zuge der laufenden Umbauarbeiten bereits die Gleise für die neue U-Bahnlinie verlegt worden.

Die aktuellen Kostenberechnungen für das Gesamtprojekt liegen derzeit lediglich ein Prozent über dem Plan.

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V.E.R.A. kämpft mit dem Hamburger Untergrund

Während die Bauarbeiten in der HafenCity, an den vier Notausstiegen und am Anleger Jungfernstieg planmäßig verlaufen, liegt der Schildvortrieb zur Erstellung der unterirdischen Tunnelröhre aktuell 16 Wochen hinter dem Plan zurück. Mit der Ankunft des Tunnelbohrers V.E.R.A. (Von der Elbe Richtung Alster) am Jungfernstieg wird nun Ende September gerechnet. Ursprünglich war die erste Ankunft für den Frühsommer geplant.

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U4-Bauzaungalerie am Jungfernstieg eröffnet

Der Bauzaun wird zur Bühne: Elf hinterleuchtete Großvitrinen bilden während der Bauzeit der neuen Hamburger U-Bahn-Linie U4 am Jungfernstieg Raum für hochwertige Kunstausstellungen. Eröffnet wird die Galerie an der innerstädtischen Flaniermeile mit Werken des renommierten Fotografen Leif Schmodde.

Die Auftaktausstellung steht unter dem Motto "Eine fotografische Interpretation – Leif Schmoddes Blick auf die Alster". Dem Wahl-Hamburger ist es gelungen, Jungfernstieg und Alster lebendig darzustellen, ohne Postkartenklischees zu bedienen. Beispielhaft zeigt er die Vielschichtigkeit des Ortes: Oasen der Ruhe inmitten der hektischen Großstadt, Eleganz auf dem Wasser und hinter Glas und ein Gefühl von Nizza am Alsterpavillon sind nur einige Beispiele.

Auf einer Länge von 60 Metern wird der Bauzaun der U4-Baustelle auf dem Anleger Jungfernstieg mit den 2 x 3 Meter großen Ausstellungsvitrinen verkleidet. Die ausgestellten Fotomotive werden in einer Größe von 2,78 x 1,78 Meter gezeigt. Die Hinterleuchtung der Großvitrinen sorgt dafür, dass die U4-Bauzaungalerie nicht nur am Tage, sondern auch nach Einbruch der Dunkelheit zum neuen Hingucker in der Hamburger Innenstadt wird.

Günter Elste, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) erläuterte anlässlich der heutigen Eröffnung das Ziel der Galerie: "Wir schaffen durch diese bundesweit einmalige Bauzaungestaltung eine neue Attraktion in der Hamburger Innenstadt und sorgen dafür, dass der Jungfernstieg auch während der notwendigen Baumaßnahmen ein Anziehungspunkt bleibt."

Seit einem Jahr wird auf dem Anleger Jungfernstieg gebaut, um die neue U-Bahn-Linie U4 an das Hamburger Schnellbahnnetz anzuschließen. Im Frühjahr 2011 sollen die Arbeiten hier abgeschlossen sein. Die HOCHBAHN verfolgt aufgrund der exponierten Lage der Baustelle das Konzept "Von der Baustelle zur Schaustelle". Neben dem provisorischen Alstersteg, dem U4-Infopavillon und einem Viewpoint in der HafenCity ist die U4-Bauzaungalerie ein weiterer Baustein des Konzeptes.

Günter Elste, Vorstandsvorsitzender der HOCHBAHN: "Das Konzept geht auf. Allein im U4-Infopavillon haben sich in den vergangenen acht Monaten rund 300 000 Besucher über das Bauprojekt informiert. Ich bin überzeugt, dass die neue Galerie am Jungfernstieg genauso gut von den Hamburgerinnen und Hamburgern, aber auch von den Besuchern unserer Stadt angenommen wird."

Im Anschluss an die aktuelle Ausstellung mit Werken von Leif Schmodde sollen weitere Werke namhafter Künstler den U4-Bauzaun zieren. Für die kommenden zwei Jahre sind insgesamt sechs Ausstellungen geplant.

Informationen zum Künstler:

Leif Schmodde, geboren 1959 in Berlin, arbeitet international für Werbung und Redaktionen. Nach seinem Studium an der Fachhochschule Bielefeld war er dort viele Jahre als Gastdozent für Fotografie tätig. Zwischen 1992 und 2002 nahm er an diversen Gruppenausstellungen im In- und Ausland teil. 2006 wurde das Buch „Blue Goals“ veröffentlicht. Für seine viel beachteten Leistungen erhielt er Auszeichnungen des Bundes Freischaffender Foto-Designer (BFF) und des Art Directors Club (ADC). Seit 1996 lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Hamburg.