HOCHBAHN informiert über Stand der U4-Bauarbeiten
Gut zwei Monate nach dem 1. Spatenstich liegen die Bauarbeiten für die künftige U-Bahn-Linie U4 im Zeitplan. Während östlich des Magdeburger Hafens einer der größten Schlitzwandbagger Europas die Baugrube für die zweite Haltestelle vorbereitet, sind die Arbeiten im Überseequartier so weit fortgeschritten, dass die Sohle für die künftige Haltestelle betoniert wird.
In der HafenCity westlich und östlich des Magdeburger Hafens laufen die Bauarbeiten für Hamburgs neue U-Bahn-Linie U4 auf vollen Touren. In diesem Bereich werden die Strecke und die künftigen Haltestellen in offener Bauweise gebaut. Die Ausmaße sind beträchtlich: Auf einer Strecke von einem Kilometer wird das Erdreich bis zu einer Tiefe von über 20 Metern ausgehoben. Hier startet im Frühsommer 2008 auch die Tunnelbohrmaschine, die in jeweils 40 Wochen die beiden Röhren bis zum Jungfernstieg im Schildvortrieb graben wird.
Horst Hoffmann, Gesamtprojektleiter der HOCHBAHN für die U4: „Wir liegen im Zeitplan. Dies ist vor allem auf die gute Planung im Vorfeld und die reibungslose Zusammenarbeit von HOCHBAHN und bauausführenden Unternehmen zurückzuführen.“
Östlich des Magdeburger Hafens entsteht die Baugrube für die zweite U-Bahnhaltestelle, die HafenCity Universität heißen soll. Der Schlitzwandbagger gräbt schrittweise einen etwa 1,2 Meter breiten, rund 1,2 Kilometer langen und 30 bis 45 Meter tiefen Graben (Schlitz), der spä-ter die Baugrube für die Haltestelle einschließt und vor Grundwasser schützen wird. Die Schlitze werden zunächst mit einer Flüssigkeit (Bentonit) stabilisiert, um ein Nachrutschen des Erdreichs zu verhindern, und anschließend mit Bewehrungsstahl und Stahlbeton ausgefüllt. Danach kann die Baugrube ausgehoben werden.
Walter Gaulrapp, Projektleiter der HOCHBAHN für die Baumaßnahmen in der HafenCity: "Derzeit laufen die Schlitzwandarbeiten wie geplant. Aber auch auf mögliche Probleme sind wir vorbereitet."
Westlich des Magdeburger Hafens sind die Arbeiten schon weiter fortgeschritten. Hier liegt die derzeit wohl größte Baugrube Hamburgs, in die die künftige Haltestelle Überseequartier hineingebaut wird: 250 Meter lang, 20 Meter breit und 20 Meter tief. Aktuell wird die 1,6 Meter dicke Sohle betoniert: 40 000 Kubikmeter Beton und 6 000 Tonnen Stahl werden dazu benötigt.
Nachdem die Sohle betoniert ist, wird die Haltestelle von unten nach oben wachsen: Zunächst werden die Seitenwände, Aufgänge und Aufzugsschächte hochgezogen. Gleichzeitig werden die enormen Stahl- und Stahlbetonstreben, die derzeit die Baugrube stabilisieren, wieder entfernt. Ende 2008 wird eine 2 Meter dicke Betondecke die Haltestelle nach oben abschließen. Ein äußerst enger Zeitplan, den es einzuhalten gilt, um die oberirdischen Bauarbeiten des Überseequartiers termingerecht zu ermöglichen.
Eine besondere Herausforderung ist die Querung des Magdeburger Hafens, die die beiden Baugruben verbinden wird. Um eine trockene Baugrube auch in diesem Abschnitt zu erhalten, werden von einem Ponton aus Spundwände in den Hafengrund gerüttelt. Anschließend wird unter Wasser eine Betonsohle eingebracht und tief im Erdreich verankert. Erst danach kann das Wasser aus diesem Bereich abgepumpt werden, bevor dann die Arbeiten wie in den beiden anderen Baugruben weiter gehen können.
Hintergründe zu den Bauverfahren Schlitz- und Spundwand können Sie hier nachlesen.