Presse

Zeitverzögerung beim Schildvortrieb

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Tunnelpatin Inga Unger-Freytag begrüßt Mineur

Eine knappe Woche nach der Ankunft der Tunnelbohrmaschine V.E.R.A. (Von der Elbe Richtung Alster) begrüßte die U4-Tunnelpatin Inga Unger-Freytag nach alter bergmännischer Tradition stellvertretend einen Bauarbeiter am Kopf des Schneidrades im 20 Meter tiefen Zielschacht. Hier überreichte die Tunnelpatin einen Blumenstrauß und eine Flasche Korn als traditionellen Willkommensgruß. 

Nach knapp 2,8 Kilometern Vortrieb fuhr V.E.R.A. in der vergangenen Woche in ihre derzeitige Parkposition ein. Die Einfahrt erfolgte in dem gefluteten Zielschacht unter Wasser. Aus Sicherheitsgründen hatten die Verantwortlichen auf einen Durchbruch in einer trockenen Baugrube verzichtet. Konsequenterweise begann der Pressetermin deshalb mit dem Lenzen der 20 Meter tiefen, 14 Meter langen und 10 Meter breiten Baugrube. 

Nach dem Lenzen der Grube wurde die Tunnelpatin in einem Personenkorb gemeinsam mit einem Sicherheitsingenieur in den Zielschacht hinabgelassen. Stellvertretend für alle Kolleginnen und Kollegen im U4-Tunnelbau öffnete dann ein Bauarbeiter eine Luke im Schneidrad und nahm neben den Geschenken das „Glück auf!“ der Tunnelpatin entgegen. 

Inga Unger-Freytag, die als Tunnelpatin die Bauarbeiter und V.E.R.A. in der Vergangenheit schon mehrmals besucht hatte, zeigt sich tief beeindruckt: „In einem solchen Moment kann man ermessen, welche Leistung von Mensch und Technik hinter diesem Projekt steckt.“ 

Ulrich Sieg, Vorstand der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) betonte als Bauherr, wie wichtig das Erreichen dieses Etappenzieles für das Gesamtprojekt ist: „Dieser Meilenstein bedeutet, dass wir mehr als die Hälfte des Projektes erfolgreich hinter uns gebracht haben. Es unterstreicht aber auch die Leistung aller Beteiligten an diesem komplexen Vorhaben. Hierfür haben alle unsere hohe Anerkennung!“ 

Auf ihrem 2,8 Kilometer langen Weg hat die Tunnelbohrmaschine V.E.R.A. knapp 100 000 Kubikmeter Geschiebemergel, Glimmerton und Sand in einer Tiefe von bis zu 40 Metern abgebaut und über die HafenCity abtransportiert. Gleichzeitig hat sie mit rund 13 000 Tübbingen, die knapp 1 900 Betonringe bilden, den ersten Tunnel im Rohbau fertiggestellt. 

Mitte November wird der Bohrkopf aus dem Zielschacht gehoben und zurück in die HafenCity gebracht. Der Rest der Maschine, immerhin über 60 Meter lang, wird durch den schon fertigen Tunnel zurückgezogen. Im Startschacht vor dem Überseequartier in der HafenCity wird die Maschine für ihre zweite Fahrt Richtung Innenstadt bis zum Jahresende wieder zusammengebaut. Der Start für den Bau der zweiten Tunnelröhre soll Anfang Januar 2010 erfolgen. Die Inbetriebnahme der U4 ist für September 2012 vorgesehen.

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Tunnelpatin Inga Unger-Freytag begrüßt Mineur

Eine knappe Woche nach der Ankunft der Tunnelbohrmaschine V.E.R.A. (Von der Elbe Richtung Alster) begrüßte die U4-Tunnelpatin Inga Unger-Freytag nach alter bergmännischer Tradition stellvertretend einen Bauarbeiter am Kopf des Schneidrades im 20 Meter tiefen Zielschacht. Hier überreichte die Tunnelpatin einen Blumenstrauß und eine Flasche Korn als traditionellen Willkommensgruß. 

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V.E.R.A. kämpft mit dem Hamburger Untergrund

Während die Bauarbeiten in der HafenCity, an den vier Notausstiegen und am Anleger Jungfernstieg planmäßig verlaufen, liegt der Schildvortrieb zur Erstellung der unterirdischen Tunnelröhre aktuell 16 Wochen hinter dem Plan zurück. Mit der Ankunft des Tunnelbohrers V.E.R.A. (Von der Elbe Richtung Alster) am Jungfernstieg wird nun Ende September gerechnet. Ursprünglich war die erste Ankunft für den Frühsommer geplant.

Die Tunnelbohrmaschine hat bislang knapp die Hälfte der Strecke zurückgelegt. Die Zeitverzögerung gegenüber der Planung sei darauf zurückzuführen, dass die Maschine nicht die geplanten zehn Meter Durchschnittsvortrieb pro Tag erreicht habe, erklärte Jens Lang, Bereichsleiter Infrastruktur der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN), anlässlich eines U4-Baustellengespräches: „Die wechselnden Bodenschichten im Hamburger Untergrund haben dem Schneidrad mehr Probleme bereitet als angenommen. Zudem waren mehrere Werkzeugwechsel notwendig, die schon aufgrund der Anforderungen für einen sicheren Vortrieb längere Stillstandsphasen erforderten.“

In Kürze wird der Tunnelbohrer unterhalb des Alsterfleetes in eine homogene Bodenschicht (Glimmerton) eintauchen, die der Bohrer dann bis kurz vor seinem Ziel durchfahren wird. „Erst wenn wir im Glimmerton eine bestimmte Strecke zurückgelegt haben, können wir eine belastbare Aussage darüber machen, inwieweit sich diese Verzögerung voll auf den Gesamtzeitplan auswirken wird.“ Die Ingenieure gehen allerdings davon aus, dass die zweite Röhre schneller gebohrt werden kann, da aus den Bauarbeiten für die erste Tunnelröhre wichtige Erkenntnisse für  eine Optimierung der Maschine und die erforderlichen Werkzeugwechsel gewonnen werden können.

Alle anderen Bauabschnitte liegen im Zeitplan: So konnte in der Haltestelle Überseequartier Mitte Januar das Richtfest gefeiert werden. Für die Haltestelle HafenCity Universität ist das Richtfest für Ende 2009 geplant. Bei drei der vier Notausstiege (Alsterfleet, Alter Steinweg, ABC-Straße) sind die Rohbauarbeiten im Wesentlichen abgeschlossen. Am Jungfernstieg laufen die Bauarbeiten an den Zielschächten, aus denen der Bohrkopf nach der Schildeinfahrt herausgehoben wird. Gleichzeitig wird ein zusätzlicher Fluchttunnel errichtet, der den steigenden Fahrgastzahlen Rechnung trägt. In der Haltestelle Jungfernstieg sind im Zuge der laufenden Umbauarbeiten bereits die Gleise für die neue U-Bahnlinie verlegt worden.

Die aktuellen Kostenberechnungen für das Gesamtprojekt liegen derzeit lediglich ein Prozent über dem Plan.